Veriduna-Newsletter Spätsommer 2009

- Markus Brechbühl, Geschäftsführer
Liebe Leserin, lieber Leser
In den letzten zwei Einleitungen zu diesem Newsletter schrieb ich über die Wirtschaftskrise. Dies vor allem auch deshalb, weil die Krise das Hauptthema in den Medien gewesen ist.
Nun höre ich aber fast nichts mehr über die Krise, obwohl sie uns doch die nächsten fünf bis zehn Jahre beschäftigen sollte. Die Börsenkurse steigen, die Finanzinstitute melden sehr gute Ergebnisse für das 2. Quartal und die Wirtschaftprognosen sprechen von Wachstum. Dies, obwohl unterdessen einige KMUs teils massive Einbussen erlitten haben. Wie schnell die Stimmungen und Strategien von Konzernen doch wechseln.
KMUs agieren anders. Bei uns muss langfristig operiert werden. Veränderungen passieren nicht von heute auf morgen und meistens sind diese nicht in einem Quartal abgeschlossen. Wichtiger als der nächste Quartalsabschluss ist für uns das nächste und übernächste Geschäftsjahr. Dies ist einer der Hauptunterschiede von Managern zu Unternehmern. Ein Manager denkt in Quartalen, ein Unternehmer in Jahren und Jahrzehnten. Dieses langfristige Denken führt KMUs letztendlich zum Erfolg.
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen unternehmerisches Denken und gutes Gelingen.
Herzliche Grüsse
Markus Brechbühl
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Die Themen
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Mit der MWST die IV sanieren
Am 27. September 2009 stimmen wir darüber ab, ob die Mehrwertsteuer erhöht werden soll, um damit die Invalidenversicherung (IV) zu sanieren.
Um der stetig anwachsenden Verschuldung der IV entgegenzutreten, verabschiedete das Parlament eine Zusatzfinanzierung. Die Vorlage beabsichtigt, die Mehrwertsteuer (MWST) während sieben Jahren um 0,4 Prozent zu erhöhen. Erwartet werden rund 1,1 Milliarden Franken zusätzlich pro Jahr, was voraussichtlich das jährliche Defizit der IV decken wird. Da die geplante Erhöhung der MWST mit einer Verfassungsänderung verbunden ist, stimmen das Volk und die Stände Ende September 2009 über die geplante IV-Sanierung ab.
Nehmen wir die Vorlage am 27. September 2009 an, wird die MWST erst auf den 1. Januar 2011 erhöht und nicht schon Anfang 2010, wie in der Vorinformation angekündigt, welche der MWST-Abrechnung für das 2. Quartal 2009 beigelegt wurde. National- und Ständerat haben in der Zwischenzeit beschlossen, die Erhöhung um ein Jahr zu verschieben, in der Hoffnung, die zurzeit geschwächte Wirtschaft und das zurückhaltende Kaufverhalten der Konsumenten damit etwas einzudämmen.
Für Fragen zur geplanten Erhöhung der MWST wenden Sie sich an Ihren Veriduna-Kundenbetreuer.
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Das neue Gesetz über die MWST
Am 1. Januar 2010 tritt das überarbeitete, neue Mehrwertsteuergesetz (nMWSTG) in Kraft. Dem langjährigen Ziel, die MWST zu vereinfachen, kommen wir damit ein ganzes Stück näher.
Um einen reibungslosen Übergang zu ermöglichen, werden die Steuerpflichtigen voraussichtlich anfangs September 2009 mit einer ersten Mitteilung von der eidg. Steuerverwaltung (ESTV) über die Veränderungen und Vereinfachungen eingeweiht. Gleichzeitig mit dem neuen Gesetz werden auch die Bundesratsverordnungen eingeführt, welche von einem Gremium aus Mitarbeitenden des ESTV bis Mitte November 2009 ausgearbeitet und vorgelegt werden.
Wir beliefern Sie schon heute mit ein paar der wichtigsten Änderungen:
- Die Vorsteuer für Verpflegung und Getränke ist neu voll (bisher hälftig) abziehbar.
- Die formalen Vorschriften für die Belege sind nicht mehr ganz so streng.
- Mit dem neuen Gesetz soll sich der administrative Aufwand um rund zehn Prozent verkleinern, dank unzähligen Vereinfachungen, beispielsweise mit einheitlicheren Vorsteuerabzügen und aufgelockerten Verfahrensvorschriften.
- Die wesentlich einfachere Abrechnungsweise des Saldosteuersatzes kann neu bei einem Jahresumsatz von bis zu 5 Millionen (vorher 3 Mio.) angewendet werden.
- Der Mindestumsatz für die Steuerpflicht wird auf 100'000 Franken vereinheitlicht, ausser für Vereine und gemeinnützige Institutionen, die weiterhin bis zu einem Umsatz von 150'000 Franken von der Steuer befreit sind.
- Um in den Genuss des Vorsteuerabzugs zu kommen, können sich neu alle Unternehmen freiwillig der MWST unterstellen. Zudem wird das Verfahren zur freiwilligen Versteuerung von ausgenommenen Leistungen erheblich vereinfacht und das aufwändige Bewilligungsverfahren aufgehoben.
- Neu können auch Immobilienverkäufe und -vermietungen freiwillig besteuert werden, wenn der Endverbraucher diese nicht zu Wohnzwecken nutzt (z.B. Büroräumlichkeiten).
- Der baugewerbliche Eigenverbrauch unterliegt nicht mehr der MWST.
- Vor allem für die Auto- und Antiquitätenbranche gilt neu ein «fiktiver Vorsteuerabzug», der die Margenbesteuerung ablöst.
- Anstelle des heute fixen Verzugszinssatz von fünf Prozent wird ein flexibler, marktüblicher Verzugszins für zu spät bezahlte Steuern verlangt.
- Steuerkontrollen haben neu eine abschliessende Wirkung und durch das Recht auf Kontrolle erhöht sich die Rechtssicherheit des Steuerpflichtigen. Auch gelten verkürzte Verjährungsfristen, zwei Jahre für einen Entscheid der Steuerverwaltung und zehn Jahre für die absolute Verjährungsfrist.
- Das Strafrecht wird ebenfalls angepasst und die Strafen nach deren Tatschwere abgestuft.
- Und zu guter Letzt können die Behörden Unternehmen, die in einer schwierigen Lage sind, mit Steuererlassungen entgegenkommen.
In einer weiteren Reform der MWST soll endlich ein Einheitssatz von 6,1 Prozent eingeführt und möglichst viele Ausnahmen abgeschafft werden.
Wir halten Sie weiterhin auf dem Laufenden. Für Fragen zum nMWSTG wenden Sie sich bitte direkt an Ihren Veriduna-Kundenbetreuer.
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Interview mit Patrick Schärer vom 19. Juni 2009
Patrick Schärer trat im Sommer 2001 als KV-Lehrling in die Veriduna ein und ist während den vergangenen acht Jahren zum vielseitigen Kundenbetreuer mit Prokura herangereift. Vielen von Ihnen ist er vom Telefon bekannt. Er unterstützt unsere Kunden, wenn Fragen oder Schwierigkeiten im IT-Bereich auftreten. Mit seiner ruhigen, stets hilfsbereiten Art wird er von Kunden, Vorgesetzten und Arbeitskolleginnen und -kollegen sehr geschätzt.
Aus diesem Grund stellen wir Ihnen Patrick Schärer mit diesem Interview etwas näher vor.
Patrick, was war dein Traumberuf als kleiner Junge?
Ich erinnere mich, dass ich einmal Samichlaus werden wollte.
Hast du dich absichtlich für eine Lehre in der Treuhandbranche entschieden?
Nein, auch die Informatikbranche wäre in Frage gekommen. Ich bewarb mich bei der Veriduna, weil im Brief, der Veriduna an die Schulen verschickt hatte, für die zu vergebende Lehrstelle gute rechnerische Fertigkeit gefordert war. Ich erfüllte diese Anforderung und erhielt die Lehrstelle auch prompt.
Was gefällt dir besonders gut und was weniger an deiner Tätigkeit?
Meine Arbeit ist sehr vielseitig und abwechslungsreich. Ich betreue meine Kunden von A - Z. Und dass ich auch für die Informatik eingesetzt werde, macht mir Freude.
Etwas ernüchternd ist es manchmal, wenn ich ein bestimmtes Kundenanliegen nicht zufrieden stellend lösen kann und das schon im Voraus weiss. Zum Beispiel weil ich die notwendigen Unterlagen nicht erhalte oder weil ein Kunde etwas wünscht, was so nicht erfüllt werden kann.
Was denkst du über Veriduna als Arbeitsgeberin?
Bei uns herrscht ein angenehmes Arbeitsklima. Vielleicht deshalb, weil wir charakterlich gut zusammen passen. Wir sind alle eher offene Persönlichkeiten. Und läuft etwas einmal nicht so, wie es sollte, können wir darüber reden.
Erwähnenswert ist ausserdem die Jahresarbeitszeit, dank der wir uns selber sehr flexibel einteilen können. Und das Salärsystem finde ich auch sehr anspornend, weil wir leistungsabhängig am Erfolg der Veriduna beteiligt werden.
Patrick, wenn du selber Chef wärst, was wäre dir bei deinen Mitarbeitenden wichtig?
Pünktlichkeit. Es gibt doch tatsächlich Leute, die unpünktlich zur Arbeit erscheinen. Das weiss ich von Kunden. Wichtig fände ich es auch, dass meine Mitarbeitenden zuverlässig und ausgeglichen sind, damit der Tagesablauf nicht störenden Schwankungen unterläge.
Was erwartest du von deinem Vorgesetzten und erfüllt unser Chef deine Vorstellungen?
Ich schätze es, wenn ich selbständig arbeiten und einen gewissen Freiraum geniessen kann. Stehe ich aber irgendwo an, möchte ich auf seine Unterstützung zählen können. Markus Brechbühl erfüllt diese Anforderung. Vielleicht etwas verzögert, wenn der Druck einmal gerade sehr gross ist, meistens aber unterstützt er mich ausreichend.
Warum soll ein Kunde Veriduna als Treuhänder wählen?
Weil bei uns das Preis-/Leistungsverhältnis stimmt und weil jeder Kunde seinen festen Ansprechpartner hat. Unsere Kunden schätzen das. Auch weisen wir alle gute Qualifikationen aus.
Wie hat sich in den vergangenen acht Jahren unsere Branche verändert?
Der Computer hat vieles verändert. Früher sassen wir viel mehr an der Schreibmaschine, um irgendwelche Formulare auszufüllen, die wir heute elektronisch erfassen können.
Wie hat sich deine Arbeit während dieser Zeit verändert?
In der Lehre war ich grösstenteils für die Debitoren- und Kreditorenbuchhaltung zuständig. Auch damals schon wurde ich für die EDV eingesetzt. Dadurch lernte ich viele Kunden persönlich kennen. Nach der Rekrutenschule habe ich dann die gesamte Verantwortung für immer mehr Kunden übernehmen dürfen. Einige betreue ich nun schon seit rund fünf Jahren.
Was denkst du. Wie sieht unsere Branche in zehn Jahren aus?
Die technologische Entwicklung wird sich weiterhin stark entwickeln und immer mehr Tätigkeiten werden wir online ausführen können. Heute herrscht ja nach wie vor ein reger Papierkrieg. Ich vermute, hier wird sich in den kommenden Jahren einiges verändern. Zum Beispiel werden wir bestimmt bald einmal die Mehrwertsteuer übers Internet abrechnen können, so wie es Deutschland bereits seit Jahren kennt. Vorausgesetzt, die gesetzlichen Bestimmungen werden bald dafür geschaffen.
Was sind deiner Meinung nach die Vor- und Nachteile von Veriduna-online (ASP)?
Mit dem online Fernzugriff auf die Buchhaltungs-Software europa3000, kann der Kunde kostengünstig sämtliche Funktionen dieser Software benützen. Besonders vorteilhaft ist die automatische Datensicherung, welche kleinere Unternehmen oft etwas vernachlässigen. Immer mehr an Bedeutung gewinnt auch der ständige, ortsunabhängige Zugriff auf das System. Etwas hinderlich ist vielleicht, dass wir zunehmend vom Internet abhängig werden. Dies betrifft aber nicht nur Veriduna-online, sondern auch andere Bereiche wie beispielsweise Internet Banking.
Wie kommt Veriduna-online bei unseren Kunden an?
Gut. Sie sind sehr zufrieden und können es sich ohne diese ASP-Lösung nicht mehr vorstellen. Besonders geschätzt und oft in Anspruch genommen wird der Fernsupport, dank welchem wir uns direkt auf den Bildschirm des Kunden einschalten und die Navigation übernehmen können. Auf diese Weise ist schnell eine Frage beantwortet oder ein Problem behoben.
Was sind deine persönlichen Pläne für die Zukunft?
Erstes Ziel ist es natürlich meine Ausbildung zum Treuhänder mit eidg. Fachausweis diesen Herbst erfolgreich abzuschliessen. Danach möchte ich bald einmal einen Sprachaufenthalt machen, um meine Englischkenntnisse zu vertiefen.
Was ist deine persönliche Meinung zur aktuellen Finanzkrise?
Die Medien bauschen dieses Thema gewaltig auf. Sicher sind einige Branchen arg unter Druck geraten, doch mir scheint es, vielen Unternehmungen geht es immer noch sehr gut. Manchmal denke ich, die Krise muss als Ausrede für schlecht geführte Unternehmen hinhalten. Mir wird ein bisschen zu viel gejammert. Es wäre besser, die Unternehmer würden sich stattdessen auf ihre Aufgaben konzentrieren.
Was machst du in deiner Freizeit?
Ich besuche zwei bis drei Mal wöchentlich das Fitnesstraining und schwimme auch sehr gern. Ein ganz spezielles Hobby von mir sind ferngesteuerte Autos, die ich selber zusammen baue. Leider sind diese Autos nicht gerade beliebt, wegen des Lärms.
Danke für das Gespräch.
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Neues aus dem Veriduna-Team
Seit unserem letzten Newsletter von Anfang Juni 2009 hat sich bei uns personell einiges verändert.

Patrick Walder, vielen von Ihnen bestens bekannt als KV-Auszubildender und nach abgeschlossener Berufslehre als Kundenbetreuer, ist per 1. Juli 2009 aus dem Veriduna-Team ausgetreten. Ihm bot sich die Gelegenheit bei einem befreundeten Treuhänder mitzuarbeiten, mit der Aussicht auf eine spätere Selbständigkeit.
Wir danken Patrick Walder an dieser Stelle für seinen hervorragenden Einsatz während der letzten Jahre und wünschen ihm herzlich alles Gute für seine berufliche, private und politische Zukunft.
Am 1. August 2009 hat uns auch Dave Gautschi verlassen. Nach erfolgreich abgeschlossener Ausbildung zum Kaufmann kehrte er nach der Rekrutenschule nochmals für eine paar Monate zu uns zurück. Während dieser Zeit hat er die Veriduna-Kundenbetreuer in ihren Tätigkeiten hilfreich unterstützt.
Jetzt tritt Dave Gautschi seine geplante Ausbildung zum «Bachelor Accounting, Controlling & Auditing» an. Auch ihm danken wir herzlich für seine vorzügliche Arbeit und wünschen ihm einen weiterhin erfolgreichen Berufsweg und privat alles Gute.
Die Austritte veranlassen uns dazu, verschiedene Tätigkeiten neu zu verteilen:
- Für Steuerangelegenheiten ist ab sofort Sandra Odermatt unter der fachkundigen Leitung von Dennis Ziegenhagen zuständig.
- Um Neugründungen und alle Tätigkeiten, die mit dem Handelsregister und dem Notariat zu tun haben, kümmert sich Alfa Poloni unter der Verantwortung von Markus Brechbühl.
Wir freuen uns sehr, Ihnen heute Stefan Zibung vorzustellen. Er arbeitet bereits seit dem 1. Juni 2009 in einem Teilzeitverhältnis von 60 Prozent als Kundenbetreuer bei uns. Stefan Zibung erfüllt als Buchhalter mit eidg. Fachausweis die erforderlichen Voraussetzungen für die Betreuung von KMU-Mandate bestens. Dank seinen ausgezeichneten Kenntnissen in der Informatik wird er zusätzlich vermehrt für die Einführung und den Support der bei uns eingesetzten ERP-Lösung europa3000 zuständig sein.
In der verbleibenden Zeit, die er nicht für Veriduna tätig ist, entwickelt Stefan Zibung Internetseiten für kleinere Unternehmen. Um auf diesem Gebiet bestehen zu können, bildet er sich in seiner Freizeit stetig weiter.
Setzt er sich gerade mal nicht mit der Informatik auseinander, liest er gern ein gutes Buch und joggt zum sportlichen Ausgleich. Stefan Zibung mag gutes Essen, gemütliche Abende auf dem Balkon, schnelle Autos und angenehme Gespräche. Weniger angetan ist er von verstopften Strassen, künstlicher Hektik, übervollen Einkaufszentren und einem Sommer, der den Namen nicht verdient.
Wir heissen Stefan Zibung herzlich willkommen im Team und wünschen ihm erfolgreiches Gelingen, alles Gute und viel Freude an seiner neuen Herausforderung.
