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Veriduna-Newsletter Spätsommer 2010

Markus Brechbühl,

Liebe Leserin, lieber Leser

 

Bald stimmen wir darüber ab, wie die Arbeitslosenversicherung, ALV, saniert werden soll. In einem separaten Artikel werden wir versuchen, auf einfache Art zu erklären, worum es bei dieser Abstimmung geht.

 

Doch warum ist die ALV defizitär oder was kann dagegen getan werden? Die Abstimmungsvorlagen lösen das Problem Arbeitslosigkeit nicht, sondern regeln nur die Finanzierung der aufgelaufenen Verluste der ALV.

 

Damit die Arbeitslosigkeit auch in Zukunft möglichst tief bleibt, benötigen die Schweizer Betriebe gut ausgebildete Mitarbeitende. Oft können Stellen nicht oder nur schwer besetzt werden, weil es in der Schweiz trotz Arbeitslosigkeit an qualifizierten Mitarbeitenden fehlt. Diese müssen zuerst ausgebildet werden. Ohne Zweifel ist das schweizerische Berufsbildungssystem, welches aus einer Mischung aus Theorie und Praxis besteht, sehr bewährt. Damit die zukünftigen Mitarbeitenden dieses System aber absolvieren können, ist es zwingend notwendig Lehr- und Praktikumsstellen zur Verfügung zu stellen. Ich persönlich finde es tragisch, wenn Schul- oder Hochschulabgänger den Einstieg ins Berufsleben nicht richtig schaffen, weil zuwenig Lehr- bzw. Praktikumsstellen vorhanden sind.

 

Da grosse Probleme im Kleinen angegangen werden müssen, haben wir uns entschieden, in diesem Jahr gleichzeitig eine Lehr- und eine Praktikumsstelle anzubieten. Unsere beiden neuen Mitarbeitenden stellen wir Ihnen in diesem Newsletter vor. Doch auch im nächsten Jahr müssen wieder Lehrstellen zur Verfügung stehen. Diese werden in den kommenden Monaten besetzt und ich bitte Sie, mitzumachen und sich zu überlegen, ob nicht auch in Ihrem Betrieb eine Lehrstelle ausgeschrieben werden könnte. Es ist weniger schwierig als Sie denken und für Fragen, stehen wir Ihnen natürlich wie immer gerne zur Verfügung.

 

Herzliche Grüsse

 

 

Markus Brechbühl

 

MWST Satzerhöhungen - angepasstes Abrechnungsformular

Auf den 1. Januar 2011 werden die Steuersätze der Mehrwertsteuer erhöht. Welche Leistungen zu welchem Satz ab wann abgerechnet werden, haben wir in unserem Artikel im letzten Newsletter ausführlich beschrieben.

 

Heute informieren wir Sie darüber, dass ab dem 1. Juli 2010 erstmals Leistungen zu den neuen Steuersätzen deklariert werden können. Dies ist zum Beispiel nötig für Abonnemente, die bis ins Jahr 2011 laufen. Deshalb wurde das Abrechnungsformular der MWST mit zusätzlichen Feldern unter der Ziff. II «Steuerabrechnung» ergänzt. Das restliche Formular bleibt unverändert.

 

Die Eidg. Steuerverwaltung stellt auf ihrer Homepage Musterformulare als PDF-Datei zur Verfügung. Muster der neuen Abrechnungsformulare, welche alle Datenfelder, angedruckten Texte und die exakten Abmessungen (Ränder usw.) enthalten, können bei der Eidg. Steuerverwaltung oder über uns bestellt werden.

 

Falls Sie sich unsicher sind, ab wann Sie welche Leistungen mit den neuen Steuersätzen abzurechnen haben, zögern Sie bitte nicht, sich mit uns in Verbindung zu setzen.

 

Zentrales Register für Familienzulagen

In einem zentralen Register sollen alle Kinder erfasst werden, für die eine Zulage ausbezahlt wird. Das auf den 1. Januar 2011 geplante Register soll verhindern, dass Eltern mehrfach Kinderzulagen beziehen. Auch soll es den administrativen Aufwand für die Abklärung, ob für ein Kind bereits eine Familienzulage ausgerichtet wird, vermindern.

 

Das Gesetz sieht vor, dass pro Kind eine Kinder- bzw. Ausbildungszulage ausgerichtet wird. Weil die Zulagen von verschiedenen Stellen ausbezahlt werden, geht zuweilen der Überblick verloren, so dass es zu Doppelzahlungen kommen kann. Um sicher zu sein, dass für ein Kind nicht bereits eine Zulage ausbezahlt wird, müssen die Ausgleichskassen und andere Durchführungsstellen heute die Anträge unter aufwändiger Abklärung prüfen. Und auch den Unternehmen bereitet der Antrag auf Kinderzulage einen nicht unerheblichen administrativen Aufwand. Denn es muss bestätigt werden, dass der andere Partner keine Zulage für dasselbe Kind erhält.

 

Mit dem auf den 1. Januar 2011 geplanten Familienzulagenregister wird die Administration der Familienzulage markant vereinfacht und vergünstigt. Weil in diesem Register jedes Kind erfasst ist, für welches eine Zulage ausbezahlt wird, können Mehrfachbezüge ausgeschlossen werden. Auch für die Unternehmungen bringt die Einführung dieses Registers Vorteile, weil kein Arbeitgeber mehr bestätigen muss, dass er keine Zulage ausbezahlt.

 

Die verschiedenen Stellen, die mit der Durchführung der Familienzulagen betraut sind, melden ihre Daten an die Zentrale Ausgleichskasse in Genf, welche das Register führt. Die Kinder werden mit AHV-Nummer und Geburtsdatum erfasst. Den Unternehmen soll durch die Einführung des Registers keinen Mehraufwand entstehen. Die Kosten für den Aufbau des Register, max. 3,8 Mio. Franken, übernimmt der Bund. Die laufenden Betriebskosten, rund 1,7 Mio. Franken, werden von den Durchführungsstellen getragen.

 

Falls Sie Fragen zu den Familienzulagen haben, wenden Sie sich bitte an Ihre/n Veriduna-Kundenbetreuer/in.

 

Quellen: Homepage BSV und SVA Zürich

 

Revision der Arbeitslosenversicherung

Am 26. September wird an der Urne über die Revision der Arbeitslosenversicherung (ALV) abgestimmt. Dies nur gerade vier Tage nachdem das Parlament die Nachfolge der abtretenden Bundesräte Merz und Leuenberger geregelt hat. Obwohl es sich bei der Revision der Arbeitslosenkasse um eine wichtige Abstimmung handelt, wird die Bundesratswahl sehr wahrscheinlich mehr mediales Interesse wecken.

 

Worüber stimmen wir ab? Die Arbeitslosenversicherung sitzt per Mitte 2010 auf einem Schuldenberg von rund 7 Milliarden Franken. Die Revision dient dazu, die ALV wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Bundesrat und Parlament setzen dabei auf eine Mischung von höheren Einnahmen von knapp 650 Millionen und tieferen Ausgaben von 620 Millionen Franken.

 

Um die höheren Einnahmen zu erreichen, sollen die Beiträge von heute 2 auf 2,2 Prozent erhöht werden, jeweils zur Hälfte getragen von Arbeitnehmenden und Arbeitgebenden. Dazu kommt ein Solidaritätsbeitrag von 1 Prozent bei den höheren Löhnen (CHF 126'000 bis 315'000), welcher ebenfalls hälftig aufgeteilt wird. 

 

Bei den Ausgabenkürzungen von gut 620 Millionen Franken geht es darum, die Bezugsdauer stärker an die Beitragszeit zu koppeln. Nur wer mindestens 1,5 Jahre einbezahlt hat, soll auch für dieselbe Dauer Arbeitslosengeld (400 Taggelder) erhalten. Zudem wird die maximale Bezugsdauer für junge Menschen ohne Familien und für Wiedereinsteigende nach einer Aus-/Weiterbildung oder Mutterschaft gekürzt.

 

Ein Nein ändert nichts daran, dass die ALV saniert werden muss. Das geltende Recht verpflichtet den Bundesrat zu handeln, wenn die Schulden der ALV 2,5 Prozent der versicherten Lohnsumme erreichen. Diese Grenze wurde im Frühjahr 2010 überschritten. Der Bundesrat hat deshalb im Juni beschlossen, die Lohnabzüge auf den 1. Januar 2011 von 2 auf 2,5 Prozent zu erhöhen, falls es am 26. September zu einem Nein kommen sollte.

 

Bei Fragen zur Revision der ALV wenden Sie sich bitte direkt an Markus Ammann.

 

 

Anwendungstipps für Veriduna-online und europa3000

Veriduna-online - Passwort ändern

Dieser Anwendungstipp geht an unsere Kunden, die Veriduna-online (ASP-System) einsetzen.

 

Wie kann ich das Passwort fürs Login ändern?

  1. Wie gewohnt übers Login auf unserer Homepage ins ASP-System einloggen
  2. Applikation europa3000 starten
  3. anschliessend mit den Tasten [Ctrl.] und [F1] Änderungsmaske aufrufen
  4. Passwort ändern: es muss mind. 7-stellig sein, vorzugsweise Zahlen/Buchstaben-Kombination

Drucker im europa3000 installieren

Anwendungs-Tipp für unsere Kunden, die mit europa3000 arbeiten.

 

Wie kann ich einen Drucker hinzufügen?

  1. europa3000 starten (beliebiger Mandant)
  2. unter «Systemeinstellungen» (im oberen Teil des Bildes) «Anwender-Definitionen»anwählen
  3. unter «(4) Drucker» mit [F1] einen Drucker auswählen
  4. Änderung speichern

Für Fragen zum europa3000 oder Veriduna-online rufen Sie uns ungeniert an. 

 

Neues aus dem Veriduna-Team

Am Montag, 16. August 2010 haben gleich zwei neue Mitarbeitende ihre Tätigkeit in der Veriduna aufgenommen. Es freut uns sehr, Ihnen heute Adrian Zbinden und Rahel Park vorzustellen:

 

Adrian Zbinden

Adrian Zbinden  absolviert seine 3-jährige Lehre zum Kauffmann bei uns. Mittwochs und donnerstags besucht er jeweils die Berufsschule in Zürich. Seine Lieblingsfächer sind Mathematik und Englisch, was ihm bei seiner Ausbildung im Treuhandwesen bestimmt zugute kommt. 

 

Die Veriduna findet der bald 18-Jährige «einen lässigen Betrieb» und hat sich schon gut bei uns eingelebt. Wie viele Jugendliche mag er Computerspiele und hofft, trotz Schule und Arbeit hin und wieder zum «Gamen» zu kommen.

 

Rahel Park

Rahel Park studiert seit August 2009 Betriebsökonomie an der Fernfachhochschule Schweiz. Vom Praktikum in der Veriduna, welches voraussichtlich ein Jahr dauern wird, erhofft sie sich, die im Studium erworbenen theoretischen Kenntnisse mit Tätigkeiten aus der Praxis zu vertiefen. Sie arbeitet jeweils am Vormittag in einem 50 Prozent-Pensum.

 

Als Mutter der 2 ½-jährigen Angelina und durch ihr Studium hat Rahel Park nur wenig Freizeit, die sie dann ganz gern mal beim Tanzen und Lesen verbringt.

 

Auch ihr gefällt es bis jetzt sehr gut in der Veriduna: «Ich freue mich jeden Morgen auf die Arbeit.» Besonders schätzt sie das entspannte Arbeitsklima und die hilfsbereiten «Veridunas».

 

Wir heissen Adrian Zbinden und Rahel Park recht herzlich willkommen im Veriduna-Team und wünschen beiden viel Erfolg und alles Gute in ihren neuen Tätigkeiten.